Weinsprache – nicht nur etwas für Fachleute

So alt wie der Wein selbst ist auch die Sprache, welche die besonderen Eigenheiten rund um Weinanbau und -genuss beschreibt. Bereits im antiken Griechenland versuchte man mit besonderen Worten den herausragenden Geschmack des Rebensafts zu umschreiben. Folgt man einem Gespräch zwischen kundigen Fachleuten, so glaubt man nicht selten, einer fremden Sprache zu lauschen. 
Natürlich kennt jeder Weintrinker seine eigenen Vorlieben in Sachen Geschmack und kann daher mit den Begriffen trocken, halbtrocken und lieblich etwas anfangen. Wie aber sieht es aus, wenn ein hohler Wein kredenzt wird oder das Aroma als körperreich gelobt wird? Die Weinsprache entwickelt zunehmend zu einer eigenen Wissenschaft. Kein Wunder, ist sie doch der Versuch etwas so abstraktes wie Geschmack in Worte zu fassen. Dennoch brauchen Weinfreunde keine Angst zu haben: kennt man einige der wichtigsten Begriffe, fühlt man sich nicht mehr ganz so verloren im Dschungel der Weinsprache. Im Folgenden werden ein paar der wichtigsten Bezeichnungen vorgestellt, mit denen man auf jeder Weinverkostung punkten kann.

Unverzichtbar ist es, über den Abgang eines Weines zu sprechen. Gemeint ist damit der Moment nachdem Schlucken. Der Nachgeschmack kann „kurz“ andauern oder aber „lang“ sein. Je länger der Abgang dauert, desto besser ist die Qualität des Weines. 
Vor allem edle Rotweine präsentieren sich oft mit dem Prädikat „barrique“. So rühmen dürfen sich Weine, die im Eichenfass gereift sind und dadurch einen warmen Holzton annehmen. 
Alle Geschmacks- und Duftkomponenten zusammengenommen ergeben den individuellen Charakter eines Weines, der Körper fasst alle Inhaltsstoffe neben Wasser und Alkohol zusammen (z. B. Säuren oder Farbstoffe). 
Das Tannin (=Gerbsäure) ist Mittelpunkt vieler Weingespräche. Zu wenig davon lässt den Wein flach und fad schmecken, zu viel Tannin hinterlässt schnell einen pelzigen Geschmack auf der Zunge. 
Und zu guter Letzt der Weinstein. Diese geschmacksneutralen Kristalle, die sich am Flaschenboden absetzten, werden als Qualitätsmerkmal gesehen. Nicht selten outet Weinstein den Laien, der die Nase rümpft und nach einem unverdorbenen Wein verlangt. 

Doch langer Rede kurzer Sinn: guten Wein erkennt man schlussendlich am verlässlichsten durch probieren, probieren, probieren! wine-786933_640

Ähnliche Beiträge

  • Italien unter DruckItalien unter Druck
  • Schuhe für jede SituationSchuhe für jede Situation
  • Zu viele Rentner?Zu viele Rentner?
  • redcoon – für alle die auf der Suche nach Unterhaltungselektronik sindredcoon – für alle die auf der Suche nach Unterhaltungselektronik sind
spacer

Leave a reply