LTE – der UMTS Nachfolger

LTE steht für Long Term Evolution und ist ein Mobilfunkstandard, der als UMTS-Nachfolger gilt. Mit Hilfe von LTE soll das mobile Internet zum Massenmarkt gemacht werden. GSM, GPRS, UMTS. HSPDA – diese Technologien der sogenannten dritten Generation werden bald Schnee von gestern sein und für moderne Anwendungen nicht mehr taugen. ipad-632394_640 Der neue Mobilfunkstandard erlaubt die Übertragung von Sprachdiensten, Videotelefonie über Internetprotokolle und Online-Spiele. Hochauflösende Videos können mit Hilfe der neuen Technologie biltzschnell aufs Handy oder Notebook geladen werden, Videokonferenzen sind überall und jederzeit möglich. Jetzt schon sind mit UMTS hohe Datenraten möglich. Es ist allerdings so, dass die Nachfrage an mobilen Internetdiensten stetig steigt. LTE ist kostengünstig und unterstützt verschiedene Bandbreiten. Es ist deshalb so kostengünstig, weil es auf die bestehende Infrastruktur der UMTS-Technologie aufbaut. Das Ganze kann man sich etwa folgendermaßen vorstellen: Mobilfunknetze bestehen aus Funkzellen, die für den Aufbau von Verbindungen im Netz verantwortlich sind. Dreht man ein Handy oder einen Laptop mit UMTS-Karte auf, loggt sich das Gerät mit Hilfe der auf der SIM-Karte gespeicherten Daten über die Netzdatenbank ins entsprechende Mobilfunknetz ein. Zunächst loggt sich das Gerät in eine lokale Datenbank ein, bewegt man sich mit dem Gerät woanders hin, loggt sich dieses automatisch an der nächsten, ortsansässigen Vermittlungsstelle ein. Bei Umrüstung von UMTS auf LTE wird auf diesen bestehenden Infrastrukturen aufgebaut, was nicht anderes heißt als dass LTE-Komponenten an bereits aufgestellten Funkmasten installiert werden. Ein weiterer Vorteil des neuen Mobilfunkstandards gegenüber der (alten) UMTS-Technologie ist die deutlich höhere Downloadrate: Diese beträgt bei LTE bis 100 Megabit pro Sekunde – Ein UMTS-Netz schafft gerade einmal bis zu 384 Kilobit pro Sekunde.
Endgeräte sollen mit Hilfe von LTE andauernd mit dem Internet verbunden bleiben. Dieses „anytime-anywhere“-Prinzip macht ortsunabhängigen, drahtlosen Breitband-Internet-Zugang, Videochat, mobile TV und normales Telefonieren übers Netz möglich. board-540253_640 Bisher ist das Datengeschäft, etwa mit mobilen E-Mails, nur ein kleiner Teil des Umsatzes von Mobilfunknetzbetreibern. Doch Netzausrüster wie der schwedische Konzern Ericsson, Nokia Siemens Networks, Alcatel Lucent sowie die chinesischen Anbieter Huawei und ZTE arbeiten emsig am neuen Hochgeschwindigkeitsstandard LTE, der die vierte Generation des Mobilfunks einläuten soll. Weitere große Namen der Branche sind dran an der neuen Technologie des Mobilfunks: In Innsbruck hat T-Mobile ein großes LTE-Testnetz installiert, LG Electronics entwickelt bereits besondere Handychips, die Mobilfunkgeräte künftig LTE-kompatibel machen sollen. Auch Vodafone will das mobile Internet mittels LTE als neues Geschäftsfeld erobern, weil im reinen Handygeschäft durch Regulierung, Sättigung und Flatrate keine großen Umsatzsprünge mehr gemacht werden können. Der schwedische Netzausrüster Ericsson geht laut Zeitungsberichten davon aus, dass Mobilfunkanbieter bereits 2012 50 Prozent ihrer Umsätze mit Internet-Surfen per Handy lukriert haben.

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